Wieder solo. Bewusst.
Im Februar 2026 bin ich wieder voll solo. Zum zweiten Mal habe ich etwas losgelassen, das von außen nach dem klügeren Weg aussah.
Das erste Mal war meine eigene Agentur. Aufgebaut, geführt, losgelassen, die Geschichte kennst du vielleicht. Das zweite Mal war ein Interim-Mandat als VP Marketing bei Mable. Technisches B2B-Produkt, smartes Team, planbares Geld. Auf dem Papier genau das, was man einem zweifachen Familienvater empfehlen würde.
Aber Interim heißt auf Zeit. Und auf Zeit heißt: Es endet. Das ist kein Makel, das ist der Punkt. Ich verkaufe meinen Klienten eine Exit-Klausel, du wächst aus mir raus. Dann muss ich sie auch selbst ernst nehmen. Ein Mandat, das nie endet, ist kein Mandat. Es ist ein Job mit Umweg.
Der Unterschied zu 2022 ist trotzdem riesig. Damals bin ich vor etwas weggelaufen: Bauchladen, Ohrendruck, ein Business, das mich verwaltet hat statt umgekehrt. Diesmal laufe ich auf etwas zu. Co-Founder auf Zeit ist das Business, auf das ich Bock habe und das ich selbst spannend finde. Ich will die Person sein, die ich mir vor drei Jahren als Mentor selbst gewünscht hätte. Das ist kein Claim. Das ist der Bauplan.
Und dann ist da der Nebeneffekt, den ich so nicht geplant hatte, der aber alles verändert: Ich stecke selbst wieder mitten in der Phase, in der meine Klienten stecken. Angebot schärfen. Pipeline füllen. Preise aussprechen, ohne die Stimme zu senken. Follow-ups schreiben, sympathisch hartnäckig. Jeden Tag. Wenn wir im Sparring über deinen Engpass reden, rede ich nicht aus der Erinnerung an 2022. Ich rede aus meinem Dienstag.
Das ist die unbequemste und ehrlichste Form von Skin in the Game, die ich kenne: das eigene Rezept schlucken. Öffentlich, mit echtem Geld und echter Fallhöhe.
Das ist kein Neustart. Das ist das erste Mal, dass ich von Anfang an weiß, was ich baue.
Wenn du beim Lesen dreimal genickt hast: Lass uns reden. 30 Minuten, kein Pitch.
30-Min-Call buchen